Die nun folgenden Fragestellungen sollen Ihnen bei Ihrer Entscheidung behilflich sein:
Etwa 100 Anbieter teilen sich Online das Geschäft mit Vaterschaftstests. Rund 20 000 fragliche Vaterschaften werden jährlich in deutschen Laboren geprüft. Etwa 30 bis 40% erfolgen nicht im Auftrag eines Gerichts. Die Statistiken bezüglich wie hoch der Anteil an so genannten "Kuckuckskinder" ist variiert zwischen 5 und 15%. Verlässliche Angaben hierüber sind nur schwer möglich. Seit Ende April wurde in Deutschland das Gendiagnostikgesetz verabschiedet. Dieses regelt die Durchführung von genetischen Untersuchungen beim Menschen, sowie deren Verwendung. Vor allem soll verhindert werden, dass Menschen aufgrund ihrer genetischen Eigenschaften diskriminiert werden. Bei der Durchführung von Vaterschaftstest und anderen Verwandtschaftsanalysen, die nach dem Prinzip des genetischen Fingerabdrucks funktionieren werden im Übrigen keine genetischen Informationen verwertet. Lediglich Positions- und Längenangaben von "nicht kodierenden" Bereichen werden untersucht.
Die Rechtslage ist kompliziert und ständig Änderungen unterworfen. Seit April 2008 hat sich die Gesetzeslage für eine Klärung der Vaterschaft erneut geändert, d.h. es besteht ein Rechtsanspruch auf Einwilligung in eine private DNA-Untersuchung (siehe § 1598 a BGB). Bedeutet also, dass ein Gericht auch ohne Einwilligung der Mutter oder des Vaters eine Analyse veranlassen kann. Bei selbst entnommenen Proben, kann ein DNA-Vaterschaftstest natürlich für eine gerichtliche Klärung nicht herangezogen werden. Er kann jedoch hilfreich sein, bevor ein offizieller gerichtlicher Weg bestritten wird, wobei dann alle beteiligten Personen involviert sind. In vielen Fällen ist es auch sicherlich sinnvoll über die Konsultation einer Beratungsstelle oder sonstiger psychologischen Unterstützung nachzudenken. Zu beachten ist auch, dass seit dem Beschluss des Gendiagnostikgesetzes Verstöße als Ordnungswidrigkeit oder gegebenenfalls als Straftat geahndet werden können. Es muss immer gewährleistet sein, dass alle beteiligte Personen über den Verwandtschaftstests informiert sind oder bei minderjährigen beide Erziehungsberechtigten. Soll die Möglichkeit für eine gerichtliche Anerkennung bestehen, muss bei der Probennahme eine Identitätsfeststellung der untersuchten Personen stattfinden. In der Regel kann das beim Jugendamt, einem Labor oder durch einen Amtsarzt (z.B. beim Gesundheitsamt) geschehen. Wichtig hierbei ist, dass die Probennahme unter Zeugen dokumentiert wird (z.B. Rechtsanwalt, Amtsarzt, Notar, sonstige Beamte,...). Die gewonnenen Erkenntnisse können dann eventuell für eine gerichtliche Anfechtung der Vaterschaft herangezogen werden. Allgemeine Angaben hierzu sind schwierig und von Fall zu Fall auch etwas anders gelagert. Sie sollten bestenfalls Rücksprache mit einem spezialisierten Fachanwalt halten und sich rechtlich Beraten lassen.
Hierbei sind wir schon bei einer wesentlichen Fragestellung. Wenn sie mehrere hundert Euro für eine Vaterschaftsanalyse ausgeben, so ist ein Blatt Papier mit wenigen Sätzen "...und hiermit kann eine Vaterschaft zu 99,9% bestätigt oder ausgeschlossen werden" etwas wenig für Ihr Geld. Ein vollständiges Gutachten sollten sie schon erwarten dürfen. Bei Makogen erhalten Sie ein vollständiges Gutachten, worauf die Ergebnisse zu sehen und erläutert sind. Somit können Sie oder andere unabhängig von uns, auch nachvollziehen was gemacht wurde. Die gegebenen Preisspannen machen es einem in der Regel nicht ganz leicht. Warum bezahle ich hier 99€ und dort 500€. Die Antwort ist nicht ganz einfach aber dennoch oft plausibel. Vaterschaftstest ist nicht gleich Vaterschaftstest. Bei manchen Angeboten handelt es sich zum Teil auch um Lockangebote, d.h. dass sie für einzelne Dienstleistungen wie z.B. Versand eines Entnahme-Sets, Zusendung eines schriftlichen Gutachtens, Preisangabe für nur eine Person (obwohl mindestens zwei gebraucht werden und der Preis sich somit sofort verdoppeln kann) oder telefonische Beratung zusätzlich Geld entrichten dürfen. Des Weiteren bieten viele keine "standardisierten" Analysen an, d.h. es werden Ihnen keine Zertifikate genannt. Zertifikate sollen sicherstellen, dass unabhängige Kontrollen durchgeführt werden. Somit durchläuft ein standardisierter Test mehrere Kontrollen. Und letztlich sparen manche Labore am Faktor "Vertauschung der Probe" durch Menschenhand und mehrfache Ausführung der Untersuchung. Überall wo Menschen arbeiten, können Fehler durch Vertauschen passieren. Dieses Risiko kann durch geeignete Maßnahmen minimiert werden - erfordert natürlich zusätzlichen Aufwand und Kosten. Letztlich entscheidet natürlich auch die Anzahl an untersuchten Genorten und damit die Höhe der Wahrscheinlichkeit für eine gegebene Vaterschaft über die Preisgestaltung (siehe auch : Wie unterscheiden sich die Tests?). Wie bereits in den oberen Abschnitten erwähnt, sollten sie sich über mehrere Kriterien im Klaren sein, bevor sie jemanden mit einem Vaterschaftstest beauftragen. Beim Durchsuchen des breiten Angebots im Internet ist man schnell überfordert. Überall bekommen sie sämtliche Attribute um die Ohren (also auch bei uns ;-) sicher, schnell, diskret, transparent...usw. . Aber diese Worte können sie meistens nicht einordnen und ihre Überprüfbarkeit steht somit im Raum. Grundsätzlich gilt: Je besser Sie informiert sind, umso besser und kritischer können Sie aus den Angeboten wählen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Vaterschaftsanalysen, bei denen maximal 16 Genorte untersucht werden. Für Sie bedeutet das eventuell eine Einschränkung in der Wahrscheinlichkeit bei einer gegebenen Vaterschaft. Eine Sicherheit von mehr als 99,9% kann für eine gegebene Vaterschaft, vor allem ohne Untersuchung der Mutter, selten gewährleistet werden. Ein Ausschluss der Vaterschaft ist hierbei aber bis zu einer Aussagekraft bis zu 100% möglich. Diese Tests sind aufwendiger, denn es müssen mehr als 16 Genorte untersucht werden, um die angegebene Aussagekraft von 99,99% zu gewährleisten. Vor allem, wenn die Mutter nicht am Test teilnimmt. Solche Tests sind natürlich entsprechend teurer und meistens nicht unter 300 € zu haben. Sozusagen die "Deluxe" Variante. Jede weitere 9 hinter dem Komma bringt Ihnen ein um den Faktor 10 höhere Sicherheit der Aussage. Ein Testergebnis von 99,999999 ist also zehntausend Mal genauer als ein Test mit 99,9 %. Bei einem Test mit 99,9% könnte einer unter 1000 Männern zufällig zum untersuchten Kind passen; bei 99,999999% nur noch einer unter 100 Millionen Männern. Diese Tests sind deutlich aufwendiger und teurer. In komplizierten Fällen, wo innerhalb einer Familie ein weiterer möglicher Vater (Bruder des angeblichen Vaters) angenommen wird sind solche Tests anzuraten. Je mehr Sicherheit in der Aussagekraft einer Vaterschaft sein soll, desto tiefer müssen Sie in den Geldbeutel greifen. Denken Sie daran, dass Tests unter 99,9% keine Aussagekraft hätten, wenn Sie vor Gericht verwertet werden müssten! Falls sie sich bei den obigen Fragen schon sicher sind, können sie hier schon den einen oder anderen Anbieter ausschließen. Die Entscheidung müssen sie letztlich dennoch selbst fällen. Hier nun noch einmal die wichtigsten Punkte, die sie beachten sollten :
Wissenswertes rund um den Vaterschaftstest
Vaterschaftstests in Deutschland
Verwertbarkeit einer privaten Analyse
Was bekomme ich für mein Geld?
Was kostet ein Test?
Worin unterscheiden sich denn die Tests?
Erst einmal ein paar allgemeine Anmerkungen zu den Tests. Sie lassen sich grob in 3 Kategorien einteilen:
Der "einfache" Test
99,99%- Tests
> 99,999...-Tests
Zusammenfassend lässt sich also feststellen :
Welchen Anbieter soll ich nehmen?
Bei Fragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung!
